Rezension/Kritik - Online seit 22.04.2026. Dieser Artikel wurde 5194 mal aufgerufen.
Direktlinks zu den Rezensionsblöcken |
|
|
Du suchst ein schnelles, leicht zu erlernendes Kartenspiel, das man auch zu sechst spielen kann? Dann könnte Meister Makatsu etwas für dich sein. Optisch entführt dich dieses Spiel in die Welt der Ninjas, denn Meister Makatsu gilt als der bekannteste Lehrmeister der Ninjas. Von ihm ausgebildet zu werden gilt als große Ehre. Jedes Jahr stellen verschiedene Trainingshäuser, Dojos genannt, ihre besten Ninjas vor - das ist dein Kartendeck. Diese Ninjas werden an drei Tagen, das sind die Spielrunden, verschiedenen Prüfungen unterzogen, um Meister Makatsu mit ihrem Können zu beeindrucken. Ihr müsst eure Ninjas im richtigen Moment ausspielen, um möglichst keine Minus-Chips zu kassieren. Wer nach drei Durchgängen die wenigsten Minuspunkte hat, gewinnt!
Ihr spielt mit 6 identischen Kartendecks, die aus je 24 Karten mit den Werten von 1-8 in den Farben Gelb, Blau und Lila bestehen.
Es gibt Minus-Chips mit 1, 2 und 3 Minuspunkten jeweils für den 1., 2. und 3. Spieldurchgang.
Alle suchen sich jeweils ein Karten-Deck aus, die Karten werden gemischt und als persönlicher Nachziehstapel bereit gelegt. Nun ziehst du davon vier Karten auf die Hand. Die Person, die beginnt, erhält die Meister Makatsu-Figur.
Gespielt werden drei Durchgänge. Jeder Durchgang besteht aus mehreren Runden. Bist du an der Reihe, spielst du eine beliebige deiner Handkarten offen vor dich aus. Danach ist die Person zu deiner Linken am Zug. Nachdem alle eine Karte ausgespielt haben, spielt ihr in der gleichen Reihenfolge je eine zweite Karte versetzt auf eurer ersten aus. Es besteht kein Bedienzwang.
Die zwei auf der Hand verbleibenden Karten legst du verdeckt neben dein Kartendeck. Mit diesen abgelegten Karten wirst du im nächsten Durchgang spielen.
Doch zunächst vergleicht ihr nun alle eure ausgespielten Karten miteinander. Wer den höchsten Wert einer Farbe ausgespielt hat, erhält bei Blau: 1 Minus-Chip, bei Gelb: 2 Minus-Chips und bei Lila: 1 Minus-Chip und die Meister Makatsu-Figur.
Im ersten Durchgang, der 6 Runden dauert, erhältst du Minus-Chips mit 1 Minuspunkt, im zweiten die Minus-Chips mit 2 Minuspunkten und im dritten die Minus-Chips mit 3 Minuspunkten.
Alle deine ausgespielten Karten dieser Runde legst du verdeckt beiseite. Sie spielen in dieser Partie nicht mehr mit. Die nicht ausgespielten, beiseite gelegten Karten dieser Runde bilden nun dein neues Kartendeck für die neue Runde, einmal durchmischen und dann geht es los. Wer jetzt Meister Makatsu vor sich stehen hat, beginnt die nächste Runde: 4 Karten ziehen, 2 Karten spielen, 2 beiseite legen. Der zweite Durchgang dauert 3 Runden.
Für den letzten Durchgang bleiben dann 6 Karten übrig, mit denen ihr 2 Runden spielt.
Nach der ersten Runde behaltet ihr eure übrigen Handkarten auf der Hand und zieht die letzten beiden Karten eures Kartendecks. Spielt dann eine letzte Runde, in der ihr wie üblich zwei Karten ausspielt und danach Minus-Chips erhaltet. Die übrigen beiden Handkarten werden ohne Wertung beiseite gelegt.
Wer nun die wenigsten Minuspunkte hat, gewinnt!
Die sechs Kartendecks von Meister Makatsu sind nett illustriert und von guter Qualität. Die witzigen Illustrationen sind der einzige Bezug zum aufgesetzen und somit austauschbarem "Ninja"-Thema.
Die Regeln des Spiels sind so einfach, dass man zunächst den Kopf schüttelt und sich fragt, wie das laufen soll. Daher am besten sofort eine Runde spielt, um dann "learning by doing" die Knackpunkte des Spiels zu entdecken.
Meister Makatsu fühlt sich zwar wie ein Stichspiel an, ist aber keins. Du musst nicht bedienen, es gibt keinen Trumpf, stattdessen solltest du vermeiden Stiche zu kassieren. Das wird allerdings nicht immer möglich sein. Die Krux ist aber, gelingt es dir in der ersten Runde wenig Stiche zu bekommen, vermeidest du zwar Minuspunkte, aber das Risiko steigt, in den folgenden Runden Stiche zu kassieren, die höhere Minuspunkte bringen. Ganz unbeliebt ist in diesem Fall die Farbe Orange.
Also aufgepasst, es ist nicht immer das Beste, die niedrigsten gezogenen Karten zu spielen, um so wenig Minuspunkte zu sammeln, denn die zwei jeweils nicht gespielten bilden das Kartendeck für die nächste Runde. Spielst du in der ersten Runde nur deine niedrigen Karten, bleiben für die nächsten Runden nur hohe Karten übrig. Was aber noch ärgerlicher ist, ist, dass sich die Minuspunkte pro Runde erhöhen. Du solltest also gut abwägen, ob du deine niedrigen Karten früh spielst oder für die späteren Runden aufhebst.
Vor Überraschungen bist du aber nie gefeit, auch eine niedrige Karte kann dir Minuspunkte bringen - und zwar dann, wenn sie die einzige gespielte Karte einer Farbe ist. Auch muss bedacht werden, dass wenn mehrere eine Karten mit identischen Wert spielen, die zuletzt gespielte Karte als die höchste zählt. Das ist tricky, denn als Erste eine hohe Karte zu spielen, gibt den anderen die Möglichkeit ungeliebte Karten los zu werden, dir aber auch die Chance, deine hohe Karte los zu werden. Wie du siehst, ist Meister Makatsu ein facettenreiches, kleines Kartenspiel.
Du kannst Meister Makatsu zu zweit spielen, aber das macht nicht so viel Spaß. Am besten läuft es zu viert oder in voller Besetzung zu sechst. Das Spiel ist schnell gespielt, so dass man locker mehrere Partien nacheinander spielen kann, und das Schöne ist, dass jede anders verläuft.
Ich muss gestehen, dass mich das Spiel aufgrund des "Ninja"-Themas überhaupt nicht angesprochen hat, doch da sich das nur durch die Illustration der Karten und Formulierungen in der Spielregel bemerkbar macht, kommt es zur Zeit gerne bei uns auf den Tisch.
Rezension Renate Gerling-Halbach
Anmerkung: Zur besseren Lesbarkeit der Texte verwenden wir häufig das generische Maskulinum, welches sich zugleich auf weibliche, männliche und andere Geschlechteridentitäten bezieht.
H@LL9000 Wertung Meister Makatsu:
4,7, 7 Bewertung(en)
| Aufmachung | Spielbarkeit | Interaktion | Einfluss | Spielreiz | Kommentar |
|
|
|
|
|
09.03.26 von Renate Gerling-Halbach - Spannendes Kartenspiel, zu zweit macht es nicht ganz so viel Spaß, aber in voller Besetzung um so mehr. Ständig ist man im Konflikt, soll ich jetzt in der ersten Runde Minuspunkte kassieren oder werfe ich jetzt die kleinen ab und riskiere in späteren Runden noch mehr Miese zu bekommen. Uns gefällt das Spiel sehr gut, jede Runde läuft anders. |
| Aufmachung | Spielbarkeit | Interaktion | Einfluss | Spielreiz | Kommentar |
|
|
|
|
|
18.08.25 von Frank Gartner - Spannendes Konzept: Man versucht grundsätzlich nie die höchste Zahl einer Farbe abzulegen, um keine Minus-Punkte zu erhalten. Wenn man die hohen Karten jedoch für spätere Runden zurücklegt, steigt das Risiko, noch mehr Minuspunkte zu erhalten. Meister Makatsu vermittelt das Gefühl eines Stichspiels, ohne ein Stichspiel zu sein. |
| Aufmachung | Spielbarkeit | Interaktion | Einfluss | Spielreiz | Kommentar |
|
|
|
|
|
20.08.25 von Katrin Husmann |
| Aufmachung | Spielbarkeit | Interaktion | Einfluss | Spielreiz | Kommentar |
|
|
|
|
|
20.08.25 von Michael Kahrmann |
| Aufmachung | Spielbarkeit | Interaktion | Einfluss | Spielreiz | Kommentar |
|
|
|
|
|
02.11.25 von Michael Andersch - Ich habe zwar nicht mit Frank Gartner gespielt, aber ich kann seiner Bewertung nichts hinzufügen. Ich finde es nur einen Tick weniger gut :-) |
| Aufmachung | Spielbarkeit | Interaktion | Einfluss | Spielreiz | Kommentar |
|
|
|
|
|
15.03.26 von Roland Winner |
| Aufmachung | Spielbarkeit | Interaktion | Einfluss | Spielreiz | Kommentar |
|
|
|
|
|
20.04.26 von Alexander Broglin - Sehr nettes und einfaches Kartenspiel mit ein paar interessanten Mechanismen. Geht auch schon zu dritt gut... Je mehr desto besser! |
Leserwertung Meister Makatsu:
4.3, 8 Bewertung(en)
| Aufmachung | Spielbarkeit | Interaktion | Einfluss | Spielreiz | Kommentar |
|
|
|
|
|
24.11.25 von Koeppquist - Gutes Kartenspiel mit ungewöhnlichem, einfachem \"Stich-Regeln\" |
| Aufmachung | Spielbarkeit | Interaktion | Einfluss | Spielreiz | Kommentar |
|
|
|
|
|
06.12.25 von Rodolfo - Ein absolutes Meisterwerk (sic!) im Bereich der einfachen, unkomplizierten Spiele. Simpel zu erlernen und bis zuletzt spannend. Und in grösseren Runden sogar noch besser als sonst schon. Wirklich genial! |
| Aufmachung | Spielbarkeit | Interaktion | Einfluss | Spielreiz | Kommentar |
|
|
|
|
|
14.01.26 von Astrid Nebel - Mit 5 oder 6 Spielern mag es interessant sein, aber uns hat dieses Spiel (zu viert und noch weniger zu dritt) nicht vom Hocker gerissen. Außerdem ist bei uns gleich der seltene Sonderfall \"Gleichstand der Führenden -> es gewinnt, wer den Meister Makatsu hat, egal ob am Gleichstand beteiligt oder nicht\" eingetreten - das ist so beliebig, als würde man die Platzierung am Ende auswürfeln unabhängig vom Spielverlauf. Da spielen ich eher L.A.M.A., wenn ich tatsächlich einmal Lust auf ein lockeres schnelles Kartenspiel ohne viel Nachdenken haben sollte. Schade, denn die Idee, dass die zunächst weggelegten Karten die Hand für die nächste Runde bilden, ist interessant. |
| Aufmachung | Spielbarkeit | Interaktion | Einfluss | Spielreiz | Kommentar |
|
|
|
|
|
06.03.26 von KJB - Zu viert 4 aufwärts ja. Alle werfen am Anfang hohe weg, dann verjüngt sich der Turm. Reiner Du kannst es besser! |
| Aufmachung | Spielbarkeit | Interaktion | Einfluss | Spielreiz | Kommentar |
|
|
|
|
|
08.03.26 von Klaus Seitz - Ich habe es zu 3 und zu 5 gespielt und es hat uns jedes Mal vom Hocker gerissen. Definitiv eines der besseren kleinen Knizia-Kartenspiele, natürlich nicht abendfüllend, aber wieder mit sehr speziellem, witzigen Kniff. |
| Aufmachung | Spielbarkeit | Interaktion | Einfluss | Spielreiz | Kommentar |
|
|
|
|
|
20.06.26 von JonTheDon - Schönes Spiel mit interessanten Twists, die nach ein, zwei Partien noch nicht alle durchschaut sind. Selbst die anfangs völlig willkürlich wirkende Gleichstandsregelung lässt sich mit etwas Erfahrung und Überlegung erfolgsbringend bzw. zumindest chancenerhöhend ins Kalkül ziehen. |
| Aufmachung | Spielbarkeit | Interaktion | Einfluss | Spielreiz | Kommentar |
|
|
|
|
|
25.08.26 von OWI - Das besondere an diesem Kartenspiel ist einerseits, dass es ganz ohne die üblichen Kartenspiel-Mechanismen auskommt, z.B. dem Bedienzwang. Man wählt ganz frei, welche Karte man spielt. Sehr gewitzt finde ich auch, wie das Kartendeck von Runde zu Runde kleiner wird. Dadurch spielt sich eine Partie schnell. Deshalb spielt man gerne noch eine weitere. Die Entscheidung, wann man die hohen Karten spielt mach das vergnügliche Dilemma von Meister Makatsu aus. Einen Glücksanteilt hat das Spiel, den es auch braucht und der IMHO gerade richtig balanciert ist. Das Thema ist natürlich völlig aufgesetzt, aber das macht bei Kartenspielen meist wenig aus - so auch hier. In der Summe kann ich das Spie nur empfehlen! |
| Aufmachung | Spielbarkeit | Interaktion | Einfluss | Spielreiz | Kommentar |
|
|
|
|
|
28.08.26 von Familienvater - Die Grundidee fand ich beim Vorablesen hochinteressant; in der Praxis scheiterte das Spiel aber in mehreren unterschiedlichen Spielrunden. Das taktische Element kam kaum zum Tragen, da die Kartenverteilung bei vielen als zu glückslastig dominant empfunden wurde. Der eigentlich originelle Tie-Breaker kam zudem auch nie zur Anwendung. Und das Konzept der \"Freiheit des Kartenausspielens\", weil man ja erstmal völlig beliebig eine Karte auslegen darf, führte häufig bei den Erstspielern zu einem nicht geringen Maß an Irritierung und Überforderung. |