Rezension/Kritik - Online seit 01.09.2026. Dieser Artikel wurde 305 mal aufgerufen.

Dino Party

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Autor: Quentin Weir
Ken Gruhl
Verlag: KOSMOS
Rezension: Kathrin Walther
Spieler: 2 - 5
Dauer: 20 Minuten
Alter: ab 7 Jahren
Jahr: 2026
Bewertung: 4,0 4,0 H@LL9000
Ranking: Platz 4119
Dino Party

Spielziel

"Let’s get cool in the Pool!" So lautet das Motto der fünf Dinos Rex Soaker, Donni Kesch, Stego Stulle, Trice Trödel und Bronto-La-Bomba, die gemeinsam mit fünf gleichen Dinofreunden eine Riesenpoolparty feiern wollen. Jetzt sind die Spieler gefragt, sechs gleiche Dinofreunde zusammenzutrommeln, sodass die Party steigen kann! Besonders cool wird die Party, wenn einer der fünf Poolstars vorbeischaut, denn er bringt direkt weitere Freunde mit und sorgt durch seine coole Sonnenbrille für die richtige Stimmung. Wem gelingt es als Erstes, drei Dinopartys steigen zu lassen, um sich anschließend den Titel Supersaurus zu sichern?

Ablauf

Das Spiel benötigt nur wenig Vorbereitungsschritte. Zunächst werden die insgesamt 90 Dinokarten gut gemischt, bevor jede Person fünf Handkarten erhält. Die restlichen Karten werden als verdeckter Nachziehstapel in die Tischmitte gelegt und die obersten drei Karten als offene Auslage aufgedeckt.

Nun kann es auch schon mit dem eigentlichen Spiel losgehen. Der Spieler, der als letztes einen Dino gesehen hat (Dinos auf Shirts und als Spielfiguren zählen hierbei hoffentlich mit) beginnt und spielt einen Dinotyp seiner Handkarten aus. Hat er beispielsweise zweimal den hungrigen Stego Stulle (grün) auf der Hand, darf er beide Karten vor sich auslegen. Anschließend überprüft er, ob sich unter den drei Karten in der offenen Auslage noch ein oder mehrere Dinos des gleichen Typs befinden, die er dann ebenfalls seiner persönlichen Auslage hinzufügen darf.

Entsprechend des ausgespielten Dinotyps wird die Dinoaktion genau einmal ausgeführt, egal wie viele Karten abgelegt wurden. Dabei bringt jeder Dinotyp einen anderen Effekt mit sich, der sich dem unteren Bereich der Karte entnehmen lässt:

  • Bronto-La-Bomba/blauer Dino: Alle anderen Spieler entfernen eine Dinokarte aus ihrer Auslage und legen sie auf den Ablagestapel.
  • Donni Kesch/pinker Flugsaurier: Klau einen Dino aus einer anderen Auslage und leg ihn in deine.
  • Rex Soaker/oranger Dino: Entferne zwei Dinos aus einer anderen Auslage und lege sie auf den Ablagestapel.
  • Stego Stulle/grüner Dino: Zieh zwei Dinos vom Nachziehstapel und leg sie in deine Auslage.
  • Trice Trödel/gelber Dino: Ziehe sieben statt fünf Karten nach.

Eine Besonderheit stellen die fünf Poolstars dar, von denen es pro Dinotyp genau eine Karte gibt und die sich an ihrer Sonnenbrille und dem dunkelblauen Hintergrund erkennen lassen. Sie werden zwar genauso ausgespielt und gesammelt wie die anderen Dinos und lösen die „normale“ Aktion ihres Dinotyps aus, doch lösen sie darüber hinaus noch einen weiteren Effekt aus:

  • Spielt man einen Poolstar aus, bekommt man alle Dinos aus der Mitte und darf sie in seine persönliche Auslage legen.
  • Bekommt man einen Poolstar aus der Mitte, darf man auch die beiden anderen Dinos aus der Auslage nehmen.
  • Poolstars dürfen jedoch nicht zur Markierung einer Dinoparty umgedreht werden, sondern müssen immer mit auf den Ablagestapel!

Wurde die Aktion ausgeführt, überprüft der aktive Spieler, ob er sechs oder mehr Dinos desselben Typs in seiner Auslage liegen hat, denn dann hat er eine Dinoparty! Ein Dino der Party wird auf die Rückseite gedreht und als Markierung für die gesammelte Dinoparty neben die persönliche Auslage gelegt, die restlichen Dinos der Reihe kommen auf den Ablagestapel. Alle anderen Spieler müssen ebenfalls alle angefangenen Reihen desselben Dinotyps aus ihrer Auslage entfernen und auf den Ablagestapel legen, die Anzahl der bereits gesammelten Dinos spielt dabei keine Rolle. Zum Abschluss des Zuges wird auf fünf Karten nachgezogen (beziehungsweise sieben, falls Trice Trödel gelegt wurde), die Auslage wird wieder auf drei Karten aufgefüllt und der nächste Spieler im Uhrzeigersinn ist mit seinem Zug an der Reihe, der nach demselben Schema abläuft.

Das Spiel endet, sobald ein Spieler drei (beziehungsweise im Spiel zu zweit vier) Dinopartys gesammelt hat. (6) Diese Person gewinnt und wird zum Supersaurus ernannt! Sollte der Nachziehstapel während des Spiels leer sein, werden die Karten des Ablagestapels neu gemischt und zum neuen Nachziehstapel.

Dinoparty lässt sich auch als Turnier spielen, sodass nach mehreren Runden der Gesamtsieger ermittelt wird. Genaueres lässt sich der Anleitung hierzu jedoch nicht entnehmen, außer dass in diesem Fall die Person rechts vom Beginner der letzten Partie startet.

Fazit

Bei Dinoparty handelt es sich um ein schnell gespieltes Kartenspiel, das sich an Kinder ab 7 Jahren richtet. Eine Runde dauert etwa 20 Minuten und lässt sich mit 2 bis 5 Kindern spielen. Ziel des Spiels ist es, durch cleveres Ausspielen der Karten und durch Nutzung der Aktionen als erster Spieler fünf Dinopartys (= 6 Dinos des gleichen Typs) gesammelt zu haben.

Die Anleitung ist gut strukturiert und anschaulich bebildert. Wichtige Spielsituationen wie der Aufbau des Spiels, die Auslage nach mehreren Zügen oder eine Spielrunde im fortgeschrittenen Spielverlauf sind beispielhaft mit Pfeilen und Erklärungen abgedruckt, sodass man sie leicht nachvollziehen und auf das eigene Spiel übertragen kann.

Bei den Poolstars hätten etwas mehr Erklärungem nicht geschadet, da man wirklich sehr genau lesen muss, wann alle Dinos aus der Auslage genommen werden dürfen und der Effekt ausgelöst wird. Ein Satz mehr, dass die Aktion nicht beim Klauen der Karte aus einer anderen Auslage oder durch die Aktion „2 Karten nachziehen und in die eigene Auslage legen“ ausgelöst wird, wäre hier schön gewesen.

Dinoparty richtet sich an Kinder ab 7 Jahren, was sich bei uns als ziemlich passend herausstellte. Sowohl das Spielprinzip als auch die Thematik passen gut zu Kindern im Grundschulalter. Zwar macht das Spiel bei uns generell auch dem Kindergartenkind Spaß, doch muss man relativ viel unterstützen. Man merkt, dass die Züge noch nicht ganz durchdacht sind und viele sinnvolle Effekte übersehen werden, was zum großen Teil damit zu tun hat, dass die Texte auf den Karten noch nicht gelesen werden können. Für Grundschüler stellt das Spielprinzip hingegen kein Problem mehr dar, da die Effekte klar sind und insgesamt mehr Überblick vorhanden ist, sodass sich das Spiel gut für reine Kindergruppen eignet. Eine Partie ist zügig gespielt, es lässt sich oft noch eine weitere dranhängen und die Regeln sind schnell erklärt.

Qualitativ kann das Spiel überzeugen. Die Spielschachtel hat genau die richtige Größe und die Karten sind aus dem typischen Kartenmaterial und halten auch mal einem kleinen Wassertropfen auf dem Tisch stand. Das witzige Design spricht Kinder im Grundschulalter an und vor allem die Namen der Dinos, die einerseits an die abgebildete Dinoart angelehnt sind und andererseits auf den Effekt anspielen, sorgen für Spaß.

Durch das kompakte Format und die kurze Spieldauer eignet sich das Spiel gut für zwischendurch und unterwegs. Da es in jede Tasche passt und auch auf dem Tisch nicht so viel Platz benötigt, kann es beispielsweise auch gut zum Überbrücken von Wartezeiten im Restaurant oder beim Geburtstagskaffee genutzt werden.

Zwar hat man durch cleveres Auswählen der Karten, man sollte sowohl die Effekte der verschiedenen Dinotypen, die Karten der Mitspieler als auch die Auslage in der Mitte gut im Auge haben, einen gewissen Einfluss auf Sieg oder Niederlage, doch beinhaltet das Spiel dennoch einen hohen Glücksfaktor. Je nachdem welche Karten gezogen werden, wie fies die Mitspieler spielen und ob gerade passende Karten in der Auslage liegen, hat man nur wenig Einfluss darauf, wie schnell man eine Dinoparty zusammenbekommt.

Aus den Effekten der Karten ergibt sich ein relativ hoher Interaktionsanteil. Bei drei der fünf Dinotypen wirkt die Aktion aktiv gegen einen oder mehrere Mitspieler, indem einmal eine Karte geklaut und in die eigene Auslage gelegt werden darf, ein andermal alle anderen eine Karte aus ihrer Auslage entfernen müssen oder der aktive Spieler zwei Karten aus der Auslage eines anderen Spielers entfernen darf. Gelingt einem Spieler eine Dinoparty, müssen zudem alle anderen Spieler den entsprechenden Dinotyp aus ihrer Auslage entfernen, unabhängig davon, ob es sich dabei um eine einzelne oder bereits fünf gesammelte Karten handelt. Alle Spieler sollten somit schon eine gewisse Frustrationstoleranz mitbringen, gerade wenn die Mitspieler ziemlich fies spielen oder sich auch mal alle gegen einen verschwören, da man gerade führt und kurz vorm Sieg steht.

Alles in allem ist Dinoparty eine gelungenes Kinderspiel, das gut zum Alter der Zielgruppe passt und durch seinen hohen Interaktionsanteil für Emotionen sorgt. Die Effekte der Karten mischen das Spiel schön auf, wenn dem Gegner beispielsweise eine Karte geklaut wird oder ihm zwei aus seiner Auslage entfernt werden. Gerade im Spiel mit mehreren Spielern bleibt das Spiel somit bis zum Ende spannend, da die eigenen Pläne immer wieder durchkreuzt werden können. Daraus resultierend sollte schon eine gewisse Frustrationstoleranz bei allen Spielern vorhanden sein, damit alle Spaß am Spiel haben und es nicht zu plötzlichen Wutausbrüchen kommt, die gerade bei Kindern im Grundschulalter nicht auszuschließen sind. Dank der kurzen Spieldauer, dem kompakte Format und den einfachen Regeln eignet sich das Spiel gut für unterwegs und für neue Gruppen, da jeder sofort einsteigen kann und schnell verstehen, wie das Spiel funktioniert. Zwar läuft jede Partie grundsätzlich nach demselben Schema ab, doch lebt das Spiel von seinem hohen Interaktionsanteil, der für Spaß (oder auch Frust…) am Spieltisch sorgt!

Rezension Kathrin Walther

Anmerkung: Zur besseren Lesbarkeit der Texte verwenden wir häufig das generische Maskulinum, welches sich zugleich auf weibliche, männliche und andere Geschlechteridentitäten bezieht.

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Dino Party: 4,0 4,0, 1 Bewertung(en)

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 11.06.26 von Kathrin Walther - Ein abwechslungsreiches Kartenspiel ab 7 Jahren, das durch seine witzigen Karten und seinen hohen Interaktionsanteil für Spaß sorgt. Durch die Aktionen lassen sich die Mitspieler richtig schön ärgern, sodass schon eine gewisse Frustrationstoleranz mitgebracht werden sollte. Die Regeln sind schnell verstanden und eine Runde schnell gespielt, sodass sich das Spiel gut mit neuen Spielgruppen oder zwischendurch spielen lässt.

Leserbewertungen

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