Rezension/Kritik - Online seit 16.03.2026. Dieser Artikel wurde 328 mal aufgerufen.

Spirits of the Wild: Awakening

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Autor: Nick Hayes
Rezension: Frank Gartner
Spieler: 2
Dauer: 20 - 30 Minuten
Alter: ab 10 Jahren
Jahr: 2025
Bewertung: 4,0 4,0 H@LL9000
Ranking: Platz 4389
Spirits of the Wild: Awakening

Spielziel

Spirits of the Wild : Awakening ist die überarbeitete Version des in 2018 erschienenen 2-Personen-Spiels Spirits of the Wild. Die Spieler ziehen abwechselnd bunte Steine aus einem Säckchen und versuchen damit Tiertableaus nach bestimmten Regeln zu bestücken. Wie das genau funktioniert und was das Neue an der überarbeiteten Version ist, werdet ihr gleich erfahren.

Ablauf

Zu Spielbeginn erhalten die beiden Spieler jeweils die gleichen 5 Tiertableaus, die es im Verlauf des Spiels mit bunten Steinen zu bestücken gilt. Die bunten Steine befinden sich zu Beginn im Säckchen. Die stets blind gezogenen Steine kommen immer zuerst in eine Schale, die für beide Spieler zugänglich in der Tischmitte aufgestellt wird. Von der Schale aus können dann Steine entnommen und auf den eigenen Tiertableaus platziert werden.

Als Motor agieren die 6 Aktionskarten der Spieler, die es ihnen ermöglichen, 2-3 Steine aus dem Sack zu ziehen und/oder 1-2 Steine aus der Schale nehmen und zu platzieren sowie den Kojoten zu bewegen (dazu gleich mehr). Hat man eine der Aktionen aktiviert, wird die Karte umgedreht und darf vorerst nicht mehr genutzt werden. Die letzte, noch nicht erwähnte Karte, lässt alle umgedrehten Karten wieder auf die Vorderseite drehen, so dass ab dem nächsten Zug wieder alle genutzt werden können.
Zusätzlich darf der Spieler eine der 2 ausliegenden Spirit-Karten nutzen, die in aller Regel sehr mächtige Zusatzaktionen bieten (z. B. alle in der Schale befindlichen Steine kommen zurück in den Sack und die gleiche Anzahl wird frisch nachgezogen). Es sind immer 2 Stapel aus jeweils 3 Spiritkarten im Spiel. Sobald eine Spiritkarte genutzt wurde, kommt diese unter den Stapel und die nächste Spiritkarte kommt an die Reihe.

Welche Ziele verfolgt man denn nun auf den Tiertableaus? Je nach Tier gibt es hier die verschiedensten Aufträge zu erfüllen. So z. B. eine Art Full House, d. h. 5 Steine müssen in Summe platziert sein, davon 2 Steine der gleichen Farbe und 3 weitere Steine in einer anderen, aber identischen Farbe oder bis zu 6 verschiedenfarbige Steine. Je besser man die Ziele erfüllt, desto mehr Punkte kann man erzielen.

Es gibt auf allen Tableaus einen Platz für transparente Steine. Diese Steine verdoppeln den Wert des Tableaus, man darf danach jedoch keinen weiteren Stein mehr auf diesem Tableau platzieren.

Es gibt eine Figur: Der Kojote. Dieser kann über die Aktionskarten bewegt werden, aber auch über die Tiertableaus, wenn bestimmte Felder mit Steinen belegt werden. Der Kojote wird stets auf ein Tiertableau des Gegners gestellt und blockiert solange dieses Tableau, bis der Kojote erneut auf ein anderes Tableau gezogen wird. Erst dann dürfen wieder Steine auf dem nun freien Tableau platziert werden.

Sobald am Ende eines Spielzugs 5 oder mehr transparente Steine aus dem Beutel gezogen wurden, endet das Spiel. Der Spieler mit den meisten Punkten auf seinen Tiertableau gewinnt die Partie.

Fazit

Spirits of the Wild: Awakening hat für ein solch kleines Spiel, schönes Material zu bieten. Die vielen bunten Steinchen, der Kojote als Figur, die vielen Tableaus und die ansprechend designten Karten machen schon was her.

Es ist leicht zu erlernen und spielt sich auch locker flockig, ohne große Längen. Man hat einigen Spielraum für Taktik, ist aber dennoch viel vom Glücksaspekt des Nachziehens abhängig. Manchmal will einfach nicht die Farbe kommen, die man benötigt und statistisch gesehen eigentlich auch bekommen sollte.
Zudem kann es vorkommen, dass eine Person eine zeitlang dafür sorgt, dass sich die Schale mit Steinen befüllt, und die andere Person sich daraus bedient. Das kann zuweilen frustrierend sein, weswegen es sehr wichtig ist, schnellstmöglich die Situation umzudrehen, was durchaus möglich ist.
Wie schnell es zum Showdown kommt, kann man nur schwer vorhersagen, denn niemand kann wissen, wieviele transparente Steine gezogen werden. So kann ein Spiel auch mal schneller enden, als einem lieb ist, bevor das Spiel so richtig begonnen hat.

Was der Unterschied zum Vorgänger aus dem Jahr 2018 ist:

Das Spielprinzip an sich ist unverändert. Es wurde jedoch redaktionell auf die Kritik bezüglich des fehlenden Wiederspielreizes reagiert. Das Ursprungsspiel besaß keine Variabilität. Es wurde immer mit den gleichen Tiertableaus und den gleichen 6 Spiritkarten gespielt.

Anstelle der 5 fest vordefinierten Tiertableaus gibt es nun 15 verschiedene Tiertableaus für jeden Spieler, aus denen dann 5 Tableaus ausgewählt werden dürfen. Und die Spiritkarten wurden von 6 auf 18 Karten erweitert. Damit wurden beide Bereiche, Tiertableaus und Spiritkarten, verdreifacht. Damit verläuft jede Partie ein wenig anders, was zwangsläufig den Wiederspielreiz erhöht.

Was bleibt, ist die logische Fortsetzung des Ursprungsspiel ohne das Grundprinzip zu verändern. Ein solides, kurzes Spiel mit tollem Material und einer gesunden Mischung aus Glück und Taktik. Vielleicht ist es nicht immer ganz ausgewogen, dafür aber schnell gespielt.

Rezension Frank Gartner

Anmerkung: Zur besseren Lesbarkeit der Texte verwenden wir häufig das generische Maskulinum, welches sich zugleich auf weibliche, männliche und andere Geschlechteridentitäten bezieht.

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Spirits of the Wild: Awakening: 4,0 4,0, 2 Bewertung(en)

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