Rezension/Kritik - Online seit 04.03.2026. Dieser Artikel wurde 400 mal aufgerufen.

Schatz des Phönix

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Autor: Reiner Knizia
Verlag: AMIGO
Rezension: Renate Gerling-Halbach
Spieler: 2 - 6
Dauer: 30 Minuten
Alter: ab 8 Jahren
Jahr: 2025
Bewertung: 3,0 3,0 H@LL9000
4,0 4,0 Leser
Ranking: Platz 5200
Schatz des Phönix

Spielziel

Laut einer Legende soll der rote Phönix unvorstellbare Schätze gehortet haben. Ihr erhaltet im Spiel Schatz des Phönix die Chance, aus seinen Nestern kostbare Schätze zu rauben. Legt eure Karten an den Nestern aus und versucht besonders wertvolle Kombinationen zu bilden. Wer von euch nach drei Durchgängen die meisten Schätze einsammeln konnte, wird Teil der Legende.

Ablauf

In die Tischmitte werden die Phönix-Nester gelegt, so dass gleiche Symbole immer in die gleiche Richtung zeigen. Alle nehmen sich eine Gildenkarte. Deren Symbol zeigt dir, an welche Seite der Nester du während des Spiels deine Karten anlegst.

Auf jedes Nest wird jeweils ein Schatz-Chip weniger gelegt als Personen mitspielen, auf das größte Nest kommt zusätzlich ein roter 10er Chip. Alle erhalten nun jeweils fünf Ausrüstungskarten, der Rest wird als Nachziehstapel zur Seite gelegt. Bei diese Karten gibt Werte von 2 bis 7 in fünf Farben. Bis auf die 7 gibt es alle Karten zweimal. Die Werte 2 und 3 gibt es zusätzlich als Farbjoker. Und dann sind da noch die Sonderkarten "x2", die einen gleichfarbigen Kartenwert verdoppelt.

Bist du an der Reihe, legst du eine Handkarte an dein Gildensymbol eines beliebigen Nests und ziehst eine Karte nach. Das geht reihum so weiter. Sobald alle Gilden zwei Karten an jedes Nest gelegt haben, endet die Runde und es wird überprüft, wer sich als Erstes einen Schatz aus dem Nest nehmen darf. Dabei ist der Wert der Kombination deiner abgelegten Karten pro Nest entscheidend:

  • Ist es dir gelungen zwei Karten abzulegen, die sowohl in Farbe als auch Zahl übereinstimmen (z. B. zwei rote 3er), darfst du die Karten als zweistellige Zahl werten (zwei rote 3er = 33).
  • Stimmt lediglich die Farbe oder die Zahl überein, werden die Werte addiert (grüne 5 und grüne 7 = 12). Hast du in desem Fall eine "x2"-Karte gelegt, verdoppelt sich der Wert der Karte.
  • Gibt es keine Übereinstimmung, zählt nur die höhere Zahl.
  • Haben deine Karten an einem Nest den höchsten Wert, darfst du dir als Erste einen Schatz aus diesem Nest nehmen.

Für die nächste Runde behalten alle ihre Handkarten, es werden aber neue Schätze auf den Nestern verteilt. Hast du nach drei Runden die meisten Schätze gesammelt, gewinnst du die Partie.

Fazit

Das Material von Schatz des Phönix ist in Ordnung, allerdings empfinde ich die Illustration, speziell der Gildenkarten etwas lieblos. Zudem weisen sie alle kleine Druckfehler auf, die sich in schwarzen Punkten äußern.

Laut einer Legende, die ich leider nicht finden konnte, hat der Vogel Phönix unvorstellbare Schätze in Nestern gehortet. Warum hat ein Vogel verschiedene Nester? Diese "Schätze" werden im Spiel durch einfache, braune Chips dargestellt - das kommt etwas mager daher. Allerdings empfinde ich auch das gesamte Setting absolut übergestülpt. Mit dem Vogel Phönix verbinde ich ein Sinnbild für Wiedergeburt und Unsterblichkeit, bei Schätzen denke ich eher an eine diebische Elster. Ebenfalls verorte ich die Bezeichung "Gilde" nicht in diesem Zusammenhang.

Die Spielregeln selbst sind gut erklärt und man kann quasi sofort losspielen. Die Runden gehen schnell von der Hand, legen alle doch nur jeweils 6 Karten. Nur Pech, wenn das Kartenglück dir nicht hold ist, denn das Spiel hat einen enormen Glücksfaktor: Hast du schlechte Karten gezogen, hast du schlechte Karten gezogen - da hilft weder eine Taktik noch eine Strategie.

Im Spiel zu zweit musst du da schon sehr frustresistent sein. Spielt ihr zu dritt, hast du wenigstens Gelegenheit, als Zweitplazierte Punkte zu machen. Im Spiel in großer Runde bist du dem Kartenglück wieder total ausgeliefert.

Wenn du ein Spiel suchst, das du auch zu fünft oder sechst spielen kannst, würde ich dir einen Blick auf Schatz des Phönix empfehlen, insbesondere, wenn es eine locker-flockige Zockerei nebenbei sein soll, bespielsweise als kleiner Absacker nach einem anspruchsvollem Spieleabend. Als Familienspiel ist es eventuell auch geeignet, doch aufgrund des hohen Glücksanteils kann da auch schnell schlechte Stimmung aufkommen.

Rezension Renate Gerling-Halbach

Anmerkung: Zur besseren Lesbarkeit der Texte verwenden wir häufig das generische Maskulinum, welches sich zugleich auf weibliche, männliche und andere Geschlechteridentitäten bezieht.

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Schatz des Phönix: 3,0 3,0, 1 Bewertung(en)

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 14.01.26 von Renate Gerling-Halbach

Leserbewertungen

Leserwertung Schatz des Phönix: 4,0 4.0, 1 Bewertung(en)

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 19.01.26 von Jörn